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07.02.2012, 11:34 Uhr
Schuldiskussion im Remsecker Gemeinderat
Der Remsecker Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass sich Remsecker Schulen auf den Weg zur sogenannten Gemeinschaftsschule machen können.
Der Remsecker Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass sich Remsecker Schulen auf den Weg zur sogenannten Gemeinschaftsschule machen können.
Aus Sicht der CDU-Fraktion war die Hast, mit der eine Grundsatzentscheidung erzwungen wurde, unnötig. Argumentiert wird mit den Anmeldezahlen der Wilhelm-Keil-Schule, die laut einer Elternumfrage stark zurückgehen werden.
Das Zahlenwerk wurde den Fraktionen als Tischvorlage in der Sitzung des Verwaltungsausschusses präsentiert. Aus unserer Sicht deutet die gleiche Umfrage aber an, dass die gebundene (verpflichtende) Ganztagsbetreuung bei den Eltern nicht in dem Maße nachgefragt wird.
Diskutiert wurde im Verwaltungsausschuss ein Antrag von SPD und Grünen, der detailliert skizziert, wie sich die Kollegen die Schullandschaft in Remseck vorstellen. Zentrale Aussage, „dass … die Klassen 5-10 zukünftig ausschließlich am Lise Meitner Gymnasium und an einer oder zwei Gemeinschaftssschulen angeboten werden.“ Ein klarer Affront gegen die erfolgreiche Remsecker Realschule, die im Vorfeld deutlich erklärt hat, das nicht anzustreben. Das Ziel der Zwangsumwandlung der Realschule- man könnte auch von Liquidation der Schule sprechen- fand deutlich keine Mehrheit.
Da die angekündigte Kompromisssuche zu unserer Enttäuschung nicht mit den kritisch eingestellten Fraktionen vollzogen wurde, verfassten CDU und FDP einen eigenen Antrag. Dieser beinhaltete als zentralen Punkt, dass die Stadt als Schulträger vor Stellung eines Antrags auf Schaffung einer Gemeinschaftsschule wissen muss, was finanziell auf sie zukommt.
Denn Stand heute kauft jede Gemeinde die Katze im Sack:
Zwar reisen Vertreter des Kultusministeriums als Handlungsreisende in Sachen Gemeinschaftsschule durch das Land, aber
· das Schulgesetz, also der rechtliche Rahmen, ist bisher erst in der Anhörungsphase, also noch nicht fertig
· deshalb wissen wir nicht einmal, welche Modelle überhaupt möglich sind!
· bisher existieren noch keinerlei Vorgaben für das pädagogische Konzept und keine Bildungspläne, nach denen die Schülerinnen und Schüler in den Gemeinschaftsschulen unterrichtet werden sollen. Wahrscheinlich werden entsprechende Pläne erst zum Schuljahr 2015/2016 entwickelt. Auch gibt es derzeit noch keine Lehrer, die gezielt für diese neue Schulart ausgebildet sind. Probleme sind so vorprogrammiert. Schüler, Eltern und Lehrer werden im Ungewissen gelassen.
· der Schulträger, also die Stadt Remseck, muss aber in jedem Fall eine angemessene räumliche und sachliche Ausstattung nachweisen. Hierfür sind unter Umständen aufwändige Umbaumaßnahmen notwendig. Offen ist, mit welchen Förderbeträgen das Land den notwendigen Schulhausbau unterstützt. Das Versprechen, die Förderrichtlinien schnell anzupassen, ist bereits gebrochen. Laut Aussage des Kultusministeriums ist noch nicht einmal die Arbeitsgruppe bestellt, die die Richtlinie überarbeiten soll.
In diesem Sinne sind wir gespannt, was noch kommen wird, und erwarten von der Verwaltung auch eine gründliche und transparente Vorbereitung möglicher Folgebeschlüsse.
Für die CDU Remseck
Steffen Kirsch
aktualisiert von Steffen Kirsch, 07.02.2012, 11:35 Uhr
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