Presse
CDU unterwegs: Öko-Tour am Neckar
Von Freiberg nach Remseck
„Der gebildete Mensch macht sich die Natur zu seinem Freund“, wusste schon Friedrich Schiller. In diesem Sinne waren Mitglieder der CDU Stadtverbände Ludwigsburg, Remseck, Freiberg und Benningen unterwegs, den Neckar und seine Biotope besser kennen zu lernen.
Ziel der „Ökotour am Neckar“ war es, den Blick für die sensiblen Ökosysteme und Rückzugsräume für die Natur in der dicht besiedelten Kulturlandschaft des Neckars zu schärfen.
„Der gebildete Mensch macht sich die Natur zu seinem Freund“, wusste schon Friedrich Schiller. In diesem Sinne waren Mitglieder der CDU Stadtverbände Ludwigsburg, Remseck, Freiberg und Benningen unterwegs, den Neckar und seine Biotope besser kennen zu lernen.
Ziel der „Ökotour am Neckar“ war es, den Blick für die sensiblen Ökosysteme und Rückzugsräume für die Natur in der dicht besiedelten Kulturlandschaft des Neckars zu schärfen.
Die als ‚Neckarguide‘ an der Umweltakademie Baden-Württemberg ausgebildete Neckar-Expertin Karin Zimmer führte den Tag über durch die Flusslandschaft des Neckartals von Freiberg über Benningen, Ludwigsburg bis nach Remseck.
Die Tour begann in Freiberg mit dem Naturschutzgebiet Altneckar mit dem Auwald und dem Pleidelsheimer Wiesental. Im Landkreis Ludwigsburg gibt es nur noch ungefähr 50 der heimischen Schwarzpappeln, der Großteil davon männliche Bäume.. Hier wird versucht, durch die Aussaat weiblicher Schwarzpappeln die Möglichkeit zum Populationserhalt wiederherzustellen.
In Benningen stellte Elke Böder von der Siftung Nature Life International das Projekt „Neckarparadies“ vor. Der 1997 angelegte Neckar-Seitenarm gegenüber des Schiller-Nationalmuseums hat sich schon nach kurzer Zeit zu einem reichhaltigen Lebensraum entwickelt und beherbergt heute neben bedrohten Arten wie Eisvogel, Nachtigall, Dorngrasmücke und Teichhuhn rund 25 Fischarten, verschiedene Amphibien- und Reptilienarten sowie zahlreiche Insekten.
Am renaturierten Neckarufer in Hoheneck kann man sich an warmen Sommertagen täglich davon überzeugen, wie gut das Projekt bei Alt und Jung ankommt: Viele nutzen den Flusszugang für eine Abkühlung, obwohl es sich nicht um ein Badegewässer handelt, was die Gänse, Schwäne und Enten auf den vorgelagerten Inseln nicht stört.
Das Projekt Zugwiesen auf Oßweiler Gemarkung kann bisher nur erahnt werden: Baubeginn für das Projekt ist Herbst 2010.
Auf einer Fläche von rund 17 ha und mit geschätzten Kostenaufwand von 2,8 Mio. Euro soll an der Neckarschlaufe bei Ludwigsburg-Poppenweiler oberhalb der Schleuse ein besonders ehrgeiziges Renaturierungsprojekt verwirklicht werden. Mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg wurde eine Planung erstellt, für deren Realisierung sich u. a. die Stadt Ludwigsburg, der Verband Region Stuttgart, die Umweltstiftung Euronatur, die Stiftung Grünzug Neckartal sowie
Naturschutzorganisationen Bund für Umwelt und Naturschutzbund Deutschland einsetzen.
Der „Neckarseitenarm Zugwiesen" ist ein echtes „Flaggschiffprojekt" in Sachen Neckarrenaturierung. Typische Fließgewässerfische wie Barbe, Nase und Schneider finden hier alle Lebens- und Fortpflanzungsräume, die sie brauchen, vom rasch fließenden Wasser bis zum Stillgewässer. Das neu anzulegende Feuchtgebiet wird Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten, wie er vor der Neckarkanalisation in den Flussauen anzutreffen war.
Das Projekt verwirklicht nicht nur Naturschutzziele, sondern ermöglicht durch geeignete Wege und Beobachtungspunkte auch eine schonende Nutzung der Flusslandschaft für Freizeitzwecke und Umweltbildung.
In Remseck fand der Abschluss statt: Bei einem Spaziergang entlang der Rems bis zur Mühle konnte nicht nur Kunst mit dem im Wasser versenkten Kunstwerk „Alles“ erlebt werden, sondern auf dem Weg entlang der Rems eine für den Verdichtungsraum untypische Stille. Den Endpunkt der Tour bildete der Steinbruch mit seinen Brutplätzen für Wanderfalke, Kolkrabe und Dohle.aktualisiert von Steffen Kirsch, 10.08.2010, 15:47 Uhr
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