Wie geht es weiter in Pattonville
Zum Organisationsgutachten für die Zukunft von Pattonville haben wir eine klare Position.
Ein Blick zurück: Der Aufbau von Pattonville nach dem Abzug der Amerikaner wäre allein durch die damalige Gemeinde Remseck nicht zu schaffen gewesen. Die Folge war ein Gemarkungstausch und das landesweit einzigartige Unternehmen, einen ganzen Stadtteil mit Hilfe eines Zweckverbands aufzubauen.
Andere Aufgaben
Der Aufbau der Infrastruktur ist sehr gut gelungen, die Aufsiedlung ist plangemäß abgeschlossen. Die Verwaltung im laufenden Betrieb durch einen Zweckverband und zwei Kommunen ist aber freundlich formuliert schwergängig. Remseck und Kornwestheim setzen unterschiedliche Schwerpunkte und Standards. Zudem entzieht dieses Konstrukt die Pattonviller Themen ein Stück weit der kommunalpolitischen Diskussion, da oft die Kommune, bei der die Zufälligkeit des Sitzungskalenders eine Erstbehandlung setzt, Fakten schafft. Mit einer Organisationsuntersuchung soll der Startschuss fallen, um Szenarien zur Neuaufstellung zu entwickeln. Das haben beide Kommunen beschlossen, darüber wurde letzte Woche in Pattonville die Öffentlichkeit informiert.
Welche Szenarien sind denkbar?
Bei jeder Gemarkungs-Übernahme müsste die Infrastruktur durch den Übernehmenden abgegolten werden, weshalb diese Varianten wenig tauglich sind. Aus unserer Sicht ist die verwaltungsmäßige Trennung der sinnvollste Weg, weil er klare Zuständigkeiten schafft. Da beide Städte das Interesse haben, ihren jeweiligen Bürgern den Zugang zu Einrichtungen zu ermöglichen, werden sich die entsprechenden Verträge schließen lassen. Ein „Pattonville-Gefühl“ schafft für uns auch kein Verwaltungskonstrukt, das kann nur das bürgerschaftliche Engagement in der Nachbarschaft, im Bürger- oder Sportverein erreichen.